4.

Gesellschaft

Im Abschnitt "Ich, du alle" habe ich bereits die vielfältigen Möglichkeiten jedes Einzelnen erläutert.

Unsere  Gesellschaft, das sind wir alle.

Beklagen wir Zustände in einer Gesellschaft, beklagen wir im Prinzip auch uns selbst als aktiven oder passiven Teil dieser Gesellschaft. Aktiv, indem wir eine Ansicht, ein Verhalten, eine Tendenz mit- oder vorleben und verbreiten, passiv, indem wir Zustände hinnehmen und sie somit stillschweigend akzeptieren, auch wenn wir sie nicht gutheißen. Mal profitieren wir, mal ertragen oder leiden wir unter gegebenen gesellschaftlichen Umständen. Wir sind immer gleichermaßen Akteur und Zuschauer, Initiator und Nutznießer, Geber und Nehmer.

Aber wir können in großem Maße entscheiden, ob wir in unserer Gesellschaft eher aktives oder passives Mitglied sind und inwieweit wir an Veränderungsprozessen, an Wandel partizipieren.

Gestalten oder beobachten wir ? Tragen wir etwas mit oder verweigern uns dem.

Als gesellschaftlichen Wandel versteht man gemeinhin die im Grundsatz unvorhersehbaren Veränderungen, die eine Gesellschaft in ihrer kulturellen und sozialen Struktur über längere Zeiträume hinweg erfährt. Gemeint sind hier unter anderem Familienstrukturen, Arbeitssysteme, soziale Normen und Traditionen, Mode, Gesetze, Institutionen u.v.m., die unser gesellschaftliches Leben prägen.

Es gibt unterschiedliche niedliche Theorien zum sozialen Wandel einer Gesellschaft, wobei eine Bestimmung von einzelnen Faktoren für den Wandel äußerst komplex ist und heutzutage eine wechselseitige Abhängigkeit aller sozialen Bereiche und Handlungsfelder voraussetzt.

Simpel formuliert: Das eine ist mit dem anderen verbunden. Eine Aktion zieht eine Reaktion nach sich. 

Es gibt hinreichend Beispiele für gesellschaftlichen Wandel, die verdeutlichen, wie Wandel funktioniert. 

Es gibt keinen Wandel für alle. Wir sind Individuen. 

Aber es gibt Symptome des jüngeren Wandels, von denen wir nahezu alle betroffen sind.

Globalisierung, Neoliberalismus, Digitalisierung haben weitreichende Auswirkungen auf unser aller Lebenswelten. Sie sind Wirkung und Ursache zugleich. Sie sind das Ergebnis des Wandels und gleichzeitig Ursache und Nährböden für den nächsten Wandel.

Noch fällt es uns schwer, unsere neuen, lieb gewonnenen Gewohnheiten abzulegen oder zu verändern, uns zu öffnen und so Raum für neue(s) zu schaffen. Aber ich denke, wir alle haben es inzwischen bemerkt.

Unser Planet leidet.

Unser Klima leidet.

Unsere Gesundheit leidet.

Unsere Seelen leiden.

Unsere technisierte, digitale und global vernetzte Welt lässt für das, was uns die Luft zum Atmen gibt, einfach zu wenig Raum, Zeit und Möglichkeiten.

Wir atmen Luft ein, die belastet ist.

 

Gleiches gilt für unsere Nahrung.

 

Unser Konsumverhalten schadet unserem Lebensraum und allen Wesen, die darin leben.

 

Wir bewegen uns zu wenig und müssen immer mehr Reize in immer kürzeren Sequenzen verarbeiten.

 

Viele erst dreijährige Kinder hängen mit mit den Augen eher an einem Touch Screen als an einem Schmetterling.

 

Und viele Eltern hängen mit ihren Augen eher an einem Touchscreen als an ihren Kindern.

Wir reden weniger miteinander.

Wir nehmen unsere Umwelt weniger wahr.

Wir arbeiten für immer weniger Lohn und haben immer weniger Zeit.

Es geht nicht um den moralischen Zeigefinger.  
Es geht um nicht weniger als UNS.

Die vermeintlich bunte digitale Welt des schnellen Konsums, in der wir leben, und die uns alle in Sekundenschnelle in Echtzeit miteinander in Kontakt treten lässt, ist in Wirklichkeit trist und schädlich.

Weniger ist mehr. Wird mehr.

Mehr Gesundheit. Mehr Luft. 

Mehr fühlen. Mehr Leben.

Weniger Konsum, mehr Qualität.

Weniger digital, mehr analog.

Weniger Handy, mehr Haptik.

Weniger sitzen, mehr bewegen.

Weniger allein, mehr gemeinsam.

Wir selbst bestimmen das Wie, das Wieviel und das Wann.

Beginnen wir am besten sofort.

Jeder kann einen kleinen Impulse setzen. 

Ein Beispiel:

Wenn jeder Autobesitzer in Deutschland nur einen einzigen Tag der Woche sein Auto gegen Bus oder Fahrrad tauschen würde, ergäbe das bereits eine messbare Veränderung.

Wenn jeder nicht vegetarisch lebende Konsument statt dreimal nur noch einmal in der Woche Fleisch und Wurst konsumieren würde, ergäbe das bereits eine messbare Veränderung.

Wenn jedes Kind seine Handynutzung dauerhaft um eine Stunde am Tag reduzieren würde, ergäbe das bereits messbare Veränderungen im Stresslevel.

Und es gibt noch mehr Beispiele.

Es ist wie beim Sport.

Wer ein Sportmuffel ist, kennt das: Der Wille ist da, aber der innere Schweinehund ist so mächtig.

Hat man sich dann aber erst einmal aufgerafft und mit kleinen regelmäßigen Bewegungseinheiten begonnen, wird man sehr schnell feststellen, wie sich eine Steigerung der Leistung und eine Verbesserung des Allgemeinbefindens einstellen, und schon bald hat man den Schweinehund mit dem Ehrgeiz und der neuen Gewohnheit vertrieben und möchte sie nicht mehr missen.

Alles fängt immer mit einem ersten kleinen Schritt an.

Schon als Baby.

Sobald ein Baby merkt, was es mit seinen Händen, Beinen und Füßen verändern kann, will es immer mehr und mehr davon. Ganz von allein.

Intrinsisches Lernen.

Lernen um des Lernens willen.

Schon bald wird die angeborene Lust am Lernen durch ein Lernen für Belohnung ersetzt.

Und irgendwann wird Lernen und Veränderung als anstrengende Last empfunden.

Wir müssen diese Lust am Lernen, an der Veränderung erst wieder erlernen.

Bessere Luft, mehr Energie, mehr Freude, weniger Stress und bessere Gesundheit.

Was könnte ein besserer Antrieb sein?

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